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Wolkersdorfer Elefantenrunde

Dienstag, 2. März 2010

Zwei Wochen vor der Gemeinderatswahl kam es in der AHS Wolkersdorf zu einer “Elefantenrunde”. Alle vier Spitzenkandidaten waren dabei anwesend.

Als Sieger ging auf jeden Fall der Veranstalter hervor. Die von der Studentenverbindung Herulia organisierte Veranstaltung lockte zahlreiche Gäste jeden Couleurs an. Über 70 Gäste waren daran interessiert, was die Spitzenkandidaten der Wolkersdorfer Parteien so zu sagen haben.

Für den geordneten Ablauf des Abends sorgte Christoph Rella von der Wiener Zeitung. Der Journalist hatte sich im Vorfeld über die aktuelle Themen und Aufreger der Vergangenheit informiert. Die Anwesenden Spitzenkandidaten waren

  • Bürgermeisterin Anna Steindl (VP Wolkersdorf)
  • STR Monika Edinger (SPÖ)
  • STR Christian Schrefel (WUI-dieGrünen)
  • GR Friedrich Gepp (FPÖ)

Beim ersten Thema herrschte noch Einigkeit. Die Sanierung und Nutzung des Schlosses und der Kellergasse ist allen ein Anliegen. Steindl berichtete, es werden derzeit die Finanzierungsmöglichkeiten geprüft. Besonders mit Landesförderungen wird gerechnet um die Sanierung im Rahmen der Vorbereitungen zur Landesausstellung 2013, die in Poysdorf stattfinden wird, durchführen zu können.

Doch dann wurden die Bandagen schon härter. Edinger verlangte Einsparungen im Verwaltungsbereich. Sie führte dazu ein Beispiel an, nachdem die Verwaltungskosten von 2008 auf 2009 um etwa 60.000 Euro gestiegen wären. Steindl entgegnete ihr, dass sich der Betrag aus der Aufnahme eines Lehrlings, eines weiteren Bauhofmitarbeiters und den gewöhnlichen Vorrückungen der Gemeindebediensteten ergibt.

Gesamt gesehen, waren sich alle 4 Kandidaten beim Thema Gemeindehaushalt einig. Durch die derzeit niedrigeren Einnahmen aufgrund der Wirtschaftskrise müssen Finanzmittel möglichst effizient eingesetzt werden.

Als ein Bewohner der Siedlung Kreuzäcker seine Unzufriedenheit über die Autobahn und den dadurch entstehenden Lärm ausdrückte, lieferte er auch gleich die mögliche Lösung mit: Die Tempobeschränkung vom Eibesbrunner Lärmschutztunnel sollte bis zur Abfahrt Wolkersdorf-Nord verlängert werden. Das würde sicherlich eine billige und gleichzeitig wirkungsvolle Lösung darstellen, wie alle 4 Gesprächspartner zugaben.

Anschließend verlief sich die Diskussion etwas in Koalitionsfragen. Die Fragen wer mit wem koalieren würde und wer mit wem dezidiert nicht zusammenarbeiten kann, wollte und konnte keiner der so richtig beantworten.

Generell hörte man allerdings sehr allgemein gehaltene Ziele. Besonders im Bereich Jugend hielten sich die Gesprächspartner sehr allgemein und offensichtlich konzeptlos. Nur Steindl konnte hier mit konkreten Vorhaben und Berichte über den aktuellen Stand von Planungen aufwarten.